Marc Perrenoud Trio
Joachim Kuehn Trio «Chalaba»

Best Piano Trios in Jazz20 Uhr | Volkshaus Basel, Grosser SaalCHF 68.— | 49.— | 32.—FESTIVAL23 | Apr | 2015TICKETS
Marc Perrenoud
Marc Perrenoud
Joachim Kuehn Trio
Joachim Kuehn Trio

Joachim Kühn piano

Majid Bekkas, oud, guembi, voc.

Ramon Lopez percussion

Joachim Kühn konnte kürzlich seinen 70. Geburtstag feiern, wofür wir ihm auch an dieser Stelle herzlich gratulieren möchten. Der deutsche Weltstar unter den internationalen Jazzpianisten darf am Jubiläumsfestival zum vierzigjährigen Bestehen des Jazzfestival Basel ein weiteres Jubiläum feiern, war er doch im Gründungsjahr 1975 einer der ganz grossen Vertreter des restrukturierten Free Jazz der sechziger und des Jazz-Rock der siebziger Jahre, die den Weg zum Jazzworkshop im Basler «Totentanz» fanden. Seit nunmehr 40 Jahren zählt Kühn zu den auserwählten Habitués des Festivals, deren musikalische Projekte und Karrieren zu verfolgen zu den selbst auferlegten Pflichten des Veranstalters gehört. 

Joachim Kühn ist mit seiner ungebrochenen, grenzenlosen Lust auf Neues schon früh zu einem «Zusammenführer» unterschiedlicher Musikkulturen und Katalysator neuer musikalischer Entwicklungen geworden. So hatte er kreativ eine Brücke zwischen dem europäischen und dem amerikanischen Free Jazz geschlagen, mit Archie Shepp und Ornette Coleman gespielt und die hoch expressiven und intensiven Botschaften John Coltranes, McCoy Tyners und Cecil Taylors für sich erschlossen. In den siebziger Jahren gehörte er zu den innovativsten Geistern des Jazzrock, den er unter anderem mit Jean-Luc Ponty oder Billy Cobham auffrischte. Schliesslich gründete er in seiner Wahlheimat Paris zusammen mit Daniel Humair und J.F. Jenny Clarke eines der aufregendsten Trios des europäischen Jazz. Wir dürfen uns freuen, Joachim Kühn im Jubiläumsjahr mit einem Projekt zu empfangen, das er schon seit mehreren Jahren verfolgt und mit dem es ihm erneut gelungen ist, neue Dimensionen der Improvisation und einen Intensitätsgrad seines Spiels zu erreichen, der zuweilen geradezu tranceartige Momente erreicht. Für die zupackende, auf der Wechselwirkung binärer und ternärer Rhythmen basierende Rhythmik der Gnawa-Musik, die Joachim Kühn zu immer neuen improvisatorischen Höhenflügen treibt, sind traditionell eine Fasstrommel und rhythmisch gegeneinander geschlagene Metallscheiben zuständig und, andererseits, die bassartig gespielte Langhalslaute Gimbri oder Guembri, deren bluesartiges, ostinates Spiel zuvor schon Musiker wie Randy Weston, Archie Shepp, Pharoah Sanders und, in der Rockmusik, Jimi Hendrix fasziniert und inspiriert hatte.

 

Der Pianist und Bandleader Marc Perrenoud ist 1981 in Genf geboren, ab dem sechsten Lebensjahr hat er Klavier gespielt und die Ausbildung hat er am Conservatoire in Genf und an der Jazzschule in Lausanne absolviert. Ab dem Jahre 2001 war er regelmässig auf Tourneen mit seinem Trio, im Jahre 2003 gewann er den Montreux Chrysler Jazz Award und er setzte seine Jagd auf Trophäen in den kommenden Jahren munter fort: 2006 Solistenpreis am Jazzfestival Bern und im Jahre 2010 erntete er den ZKB-Jazzpreis in Zürich. Marc Perrenoud reiht sich in die Gilde der grossen welschen Pianisten ein wie etwa Colin Vallon und Thierry Lang. Der Genfer Pianist entwickelte sehr rasch eine eigene Ausdrucksweise im Triospiel. 

 
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