Jacky Terrasson & Stephane Belmondo

Vino e Jazz20.15 Uhr | Delinat WeindepotCHF 53.—FESTIVAL08 | Mai | 2015TICKETS

Jacky Terrasson (piano)Stéphane Belmondo (trumpet, flugelhorn)

Stephane Belmondo
Stephane Belmondo
Jacky Terrasson
Jacky Terrasson

Auf der pianistischen Palette des Jubiläumsfestivals gibt es neben klaren erdigen, luftigen und feurigen Farbtupfern auch einen bunten Farbfleck, mit dem der kosmopolitische Tastenzauberer Jacky Terrasson seine farbenreichen Bilder malt. Im Unterschied zu Yaron Herman oder Joachim Kühn, die sich Abend für Abend neue Musikwelten «erimprovisieren» und damit grenzenlos innovativ und kompromisslos in ihrem musikalischen Universum unterwegs sind, kommt Terrasson mit einem dramaturgisch vorgezeichneten Repertoire auf die Bühne, das auf Wiedererkennungswert setzt und Stimmungen schafft, mit dem er «sein» Publikum abholt und mitreisst. 

Jacky Terrasson ist ein Nomade und ein Weltbürger, wie es im Jazz viele gibt. Geboren ist er 1965, als Sohn einer afroamerikanischen Mutter und eines französischen Vaters. Aufgewachsen in Paris, begegnet er schon früh legendären französischen Jazzmusikern und Chansonniers und natürlich auch den nicht weniger berühmten Stars aus den USA. In seiner Biographie fällt auf, dass er immer wieder als Begleiter von hervorragenden Sängerinnen und Sängern am Piano sitzt, unter anderem für die stilbildende grosse Betty Carter, für Cassandra Wilson, Dee Dee Bridgewater und Dianne Reeves, für den Mann mit der Engelsstimme, Jimmy Scott, Ry Cooder und nicht zuletzt auch für den Weltstar Charles Aznavour. Seine manchmal etwas ungezähmte Virtuosität lebt er aus mit seinen Trios, die er als Orchester versteht und mit denen er bereits seit 1994 beim renommierten New Yorker Label Blue Note Platten einspielt, unter anderem auch «A Paris» mit französischen Klassikern und «Smile», das 2003 zum besten Jazz Album des Jahres erkoren wird. Die Summe seiner bisherigen Erfahrungen spiegelt sich sowohl in seiner Musik, die von einer stets positiven, spielerischen Grundstimmung getragen wird, als auch in seinem Repertoire, das neben französischen Klassikern auch Eigenkompositionen und Standards umfasst, die er eigenwillig und zuweilen puzzleartig arrangiert und dynamisch so auflädt und steigert, dass das Publikum buchstäblich von den Sitzen gerissen wird. In Basel werden wir Jacky Terrasson zusammen mit seinem langjährigen Freund, dem Trompeter und Flügelhornisten Stéphane Belmondo hören, einem der besten Vertreter seines Fachs in Europa, der seine Trompeteninstrumente souverän in der Nachfolge von Tom Harrell und natürlich auch von Chet Baker bläst, dem er soeben ein neues Album, «I love Chet», gewidmet hat. Urs Ramseyer

 
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